Nashville Sound : Neck and Neck

Neck and Neck

EUR 6,02

  1. Poor Boy Blues
  2. Sweet Dreams
  3. There ll Be Some Changes Made
  4. Just One Time
  5. So Soft,Your Goodbye
  6. Yakety Axe
  7. Tears
  8. Tahitian Skies
  9. I ll See You In My Dreams
  10. The Next Time I m In Town

NECK AND NECK

Können schützt vor Routine nicht - Im allerersten Moment verbreitet das Cover mit seinen beiden freundlich lächelnden, gitarrenbewehrten älteren Herren namens Mark Knopfler und Chet Atkins Entsetzen: Der große Alte Chet Atkins schaut ein wenig so aus wie Dabbljuh... aber nur auf den ersten Blick. Singen und Gitarrespielen kann er sowieso besser. Chet Atkins und Mark Knopfler im Duett, der eine ein gediegener Country-Sänger, der andere ein Londoner Grantler mit Cockney-Einschlag im Sprechgesang, knopflen... äh knöpfen sich vornehmlich altgediente Songs vor, und bei einigen davon ist ihnen das Lieder-Abstauben auch gelungen.Duette gibt s aber nicht nur in gesungener Form, sondern auch als Instrumentals, da wandeln die beiden oft erkennbar in den Spuren von Django Reinhardt und Stéphane Grapelli (Mark O Connor als gestandener Country-Fiddler überzeugt hier). Das ist allerdings nur eine Vermutung, denn das Booklet belästigt nicht mit allzu viel Information. Meist gelingt Knopfler und Atkins das vermutete Vorhaben, schließlich haben beide als Gitarren-Heroen mit Charakter einen guten Namen. Aber manchmal sind die Fußstapfen der großen Vorbild-Jazzer leider doch zu groß. Am deutlichsten wird das bei Tears, das Original stammt schließlich von Reinhardt und Grapelli höchstderoselbst. Eine Coverversion bietet sich damit an fürs vermutliche Konzept des Albums. Aber leider hecheln Knopfler und Atkins dem Original hinterher und holen es doch nie ganz ein. Schön und angenehm fürs Ohr ist s dennoch allemal, dieses Duett ohne Worte, keine Frage. Vielleicht sollte man das Original nicht kennen, um dieser Version gerecht zu werden?Bringen wir zunächst die Schwachpunkte hinter uns: Einem gediegenen Einstand folgt ein nichtssagendes Sweet Dreams, derlei konnte Knopfler zu Dire-Straits-Zeiten besser. Ähnliches gilt für Tahitian Skies -- das erinnert penetrant an Why Not aus dem Brothers in Arms-Album. Und jener Sulz wollte mir schon damals nicht recht gefallen, kommt mir aber gegen diesen schmalzverhangenen Südseehimmel richtig energisch durchgelüftet vor.Den Tiefpunkt erreicht das Album mit So Soft, Your Goodbye, danach ist das Schlimmste überwunden: Nach einem sanftem Intro gleitet das Ganze synthesizergestützt ins Weichgespülte ab. Sicher, gekonnt gespielt ist es, aaaaaber... spätestens beim Einsatz des sehnsüchtig sein wollenden, nicht eindeutig identifizierbaren Instruments wird s zu viel. Wenn sie wenigstens was Rauhbeiniges dazu singen würden! Ein Graus, das man auch schlechter beleumundeten Musikern nicht durchgehen ließe.Schon deutlich mehr überzeugt Just One Time, eine unangestrengte Country-Ballade, sogar die dezente Mandoline (?) im Hintergrund passt. Allerdings wird s stellenweise etwas zu gefällig.Und nun zu den Gründen, warum Neck and Neck insgesamt doch einen positiven Eindruck hinterlässt.Das Album lässt sich nämlich gut an: Poor Boy Blues präsentieren die beiden als gemütlichen, perfekt gespielten Gitarren-Rock, das erinnert etwas an die Dire Straits. Schön. Sehr schön. In There ll Be Some Changes Made dominiert Chet Atkins, und das ist gut so. Ein locker dahingeplaudertes Duett zweier gesetzter Herren, mit einer Gitarre, die sich hören lässt, manchmal erinnert Knopflers Gitarre ein wenig an Django Reinhardts Stil. Wer könnte dem widerstehen?Eindeutig der Höhepunkt des Albums, jedenfalls für mich, ist Track Nr.6, Yakety Axe, ein alter Song von Merle Travis. Atkins fideles Sprechgegrantel, locker umspielt von Knopflers charakteristischer Gitarre, entschädigt für den vorangehenden Track (siehe oben). Mehr von der Sorte hätte ich gern gehört...I ll See You In My Dreams wiederum groovt angenehm ohne Worte. Ein munteres Instrumental auf den Spuren von Reinhardt und Grapelli, und zwar durchaus mit Charakter, immer wieder hört man heraus, wer hier eigentlich an den Gitarren zugange ist.Zum versöhnlichen Abschluss eines durchwachsenen Albums singt Knopfler was Eigenes, The Next Time in My Town. Wie zu erwarten liefert er solide Ware, diesmal eine angenehm unaufgeregte Ballade, fast wie in den alten Zeiten.Auch wenn nicht nur der letzte Track einen wieder ein wenig mit dem Schicksal versöhnt -- heiß empfehlen mag ich das Album nicht, auch wenn es noch so gekonnt eingespielt ist. Immer, wenn die beiden die Routine wegfegen, lohnt s das Hören, aber ich habe mehr erwartet.

entspannte Jam-Session zweier großer Gitarristen - Chet Atkins ist einer der ganz großen Namen im amerikanischen Musikbusiness: als Musikproduzent und Countrymusiker, vor allem aber als Wegbereiter des Fingerpickings ist er Gitarristen weltweit ein Begriff, und auch eine stetige Quelle der Inspiration gewesen. Dies gilt auch für Mark Knopfler, der Atkins zu seinen großen Vorbildern zählte und viel von dessen Technik (Nashville-Picking, Hybrid Picking) in seinen klassischen Dire-Straits-Sound einfließen ließ, bzw. auf seinen Soloplatten der letzten Jahre auch immer mehr in diese Richtung tendiert.Mit Neck and Neck ergab sich für den noch jungen Knopfler die Gelegenheit mit seinem großen Vorbild zusammenzuarbeiten, und herausgekommen ist eine sehr entspannte Jam-Session quer durch den Schmelztiegel von Folk, Blues, Country, Rock und Jazz welche Eigenkompositionen von Atkins & Knopfler ebenso enthält wie Interpretationen einiger Klassiker (etwa dem Jazz-Stück See you in my dreams). Das Tempo der Songs ist ganz unterschiedlich, der Schwerpunkt liegt auf Instrumentals, und zwischen ihren Trademark-Licks bleibt den beiden noch Zeit sich ein paar augenzwinkernde Kommentare zuzuwerfen.Chet Atkins war viel mehr als bloß der Countrymusiker, als den ihn viele kennen. Er war in allen Stilrichtungen zuhause und hat viele klassichen Pianostücke aus dem Jazz und Ragtime (etwa den Entertainer von Scott Joplin) beispiellos auf der Gitarre umgesetzt, auf zahlreichen Platten anderer Künstler zog er als Produzent im Hintergrund die Fäden. Wer mehr von Chet Atkins sehen oder hören will, dem empfehle ich einerseits die Musik-Doku Chet Atkins - a life in music sowie seine CD Chet Atkins picks The Beatles, auf der er die bekanntesten Beatles-Nummern in seinem unnachahmlichen Fingerpicking-Stil interpretiert.

Simple Country-Music mit gelegentlichen Gitarrensoli - Von wegen Fingerstyle! Da hab ich schon was anderes erwartet. Die CD hebt sich in keiner Weise von anderen Durchschnitts-Country-Alben ab, und klingt zuweilen sogar recht kitschig.

beste erinnerung an den verstorbenen chet atkins ... - ein meilenstein der gemütlichkeit ist das album, das mark knopfler zusammen mit der amerikanischen gitarren-legende chet atkins aufgenommen hat. dabei amüsieren neben der phantastischen musik auch die dialoge: wenn ein fingerlauf auf dem gitarren-hals dem einen einmal besonders verblüffend gut gelingt, ulkt der andere sofort: ich glaub, du hast früher schon mal gespielt - NECK & NECK. there ll be some changes made: stück nummer drei (im besten groovenden nashville-fingerpicking-style) ist auch von den worten das esprit-vollste der scheibe - die beiden resümieren, was das gitarre-spielen eigentlich einbringt (no one wants you when you just play guitar): einen mercedes, groupies, oder bloß ein quiet life mit sonnenbrille? erreicht man jackson oder prince, rein geldlich? erstaunlich auch der tribute, den die beiden ausnahmegitarristen dem legendären django reinhardt zollen (TEARS, track 7), und angesichts der tatsache, dass chet atkins nun selbst (im alter von 77 jahren) verstorben ist: diese CD als kleines lebendiges andenken an einen großen musiker sollte man unbedingt in der wohnung haben ...

Blues und Country zum Entspannen und Genießen. - Diese CD ist das Ergebnis einer tollen Zusammenarbeit von zwei Männern: Chet Atkins und Mark Knopfler. Der erste ist eine Country-Legende, der zweite ein langjähriger Leader der Gruppe „Dire Straits. Was haben sie gemeinsam? - Beide können wahnsinnig gut Gitarre spielen. Und eben Gitarren spielen „die erste Geige auf dieser CD und sind Haupthelden in jedem der 10 Stücke. Die beiden Gitarre-Virtuosen zeigen uns fast 40 Minuten lang, was sie drauf haben, indem sie abwechselnd tolle und originelle Solopartien spielen. An einigen Stellen machen sie untereinander sogar Gitarrenwettbewerbe! Die Lieder und instrumentale Kompositionen sind sehr unterschiedlich: mal schnell, mal langsam, mal traurig oder nachdenklich, mal lustig und lebensfroh. Sehr witzig wirken kurze Gespräche, die Chet und Mark ab und zu in ihren Liedern führen. Die beiden Gitarristen haben viele bekannte Artisten eingeladen, bei der Platte mitzuarbeiten. In „Background Vocals können wir z.B. den berühmten Country-Sänger Vince Gill hören. Musikalisch gesehen stellt die Platte eine sehr gelungene Mischung aus Blues und Country-Musik dar. Einfach klasse!!!




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